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Pfandlexikon / Glossar

Im Folgenden erklären wir Ihnen die wichtigsten Begriffe rund um die Beleihung von Wertgegenständen bzw. die Vergabe von Pfandkrediten: 


Pfandleihe

Als Pfandleihe wird allgemein die Ausleihe von Bargeld gegen ein Faustpfand bezeichnet. Sie wird als genehmigungspflichtiges Gewerbe betrieben. 

 

Leihhaus/ Pfandleihhaus

Neben den staatlichen Leihhäusern gibt es zahlreiche private Anbieter. Zu den größten Anbietern gehört die Exchange AG Deutschland. Seit über 20 Jahren bewahrt die Exchange AG die Wertgegenstände ihrer Kunden auf.  Das Unternehmen ist mit Leihhäusern in Berlin, Potsdam, Düsseldorf, Nürnberg, München, Mannheim und Frankfurt vertreten.  

 

Pfand

Pfand ist ein Vermögen in Form einer beweglichen Sache (z.B. Goldschmuck oder Brillantschmuck, hochwertige Uhren, Goldbarren oder Goldmünzen), das als Sicherheit für eine Forderung (Kredit) dient. Kann der Schuldner die Forderung (z.B. den Kredit) nicht zurückzahlen, dann hat der Gläubiger (Kreditgeber) ein Pfandrecht an dem Schmuck, Uhren oder Gold: Er kann das Pfand verwerten, d.h. öffentlich versteigern lassen und seinen Anspruch aus dem Erlös befriedigen. 

 

Pfandhaus

Als Pfandhaus, auch Leihhaus genannt, wird umgangssprachlich ein Geschäft bezeichnet, welches gegen Annahme von Wertgegenständen (z.B. Gold- oder Brillantschmuck, hochwertige Uhren, Goldbarren oder Goldmünzen) Darlehen vergibt. Dabei werden in der Regel zwischen 25 % und 50 % des aktuellen Wertes (nicht des ehemaligen Kaufpreises) als Kredit vergeben. 

 

 Singular 

 Plural 

 Nominativ 

 das Pfandhaus 

 die Pfandhäuser 

 Genitiv 

 des Pfandhauses 

 der Pfandhäuser 

 Dativ 

 dem Pfandhaus 

 den Pfandhäusern 

 Akkusativ 

 das Pfandhaus 

 die Pfandhäuser 

Pfandkredit

Der Pfandkredit stellt die älteste Form eines Darlehens dar. Pfandkredite werden von Pfandleihern und Pfandleihhäusern, die auch historisch gesehen eine sehr große Rolle bei der Entwicklung des heutigen Bankwesens darstellen, angeboten. Pfandleiher bzw. Pfandhäuser waren die erste Form einer Bank, aus der sich alle anderen Bankarten entwickelt haben.

Der hauptsächliche Unterschied zu anderen Kreditarten liegt darin, dass der Darlehensnehmer kein Schuldverhältnis wie bei einem Kredit eingeht. Durch die Hinterlegung eines wertvollen Gegenstandes (Gold- oder Brillantschmuck, hochwertige Uhren, Goldbarren oder Goldmünzen) erhält er den Pfandkredit. Es ist dem Darlehensnehmer dann selber überlassen, ob er seinen Gegenstand durch Rückzahlung des Kreditbetrages zuzüglich Zinsen und Gebühren wieder auslöst oder ob er auf diese Möglichkeit verzichtet. Verzichtet der Kreditnehmer auf die Auslösung des Gegenstandes, wird dieser öffentlich versteigert und wechselt in einer Auktion zum höchsten Gebot den Besitzer. 

 

Vergabe Pfandkredit

Die Vergabe des Pfandkredites verläuft im Gegensatz zu allen anderen Kreditarten sehr unbürokratisch und schnell. Auch Personen mit negativem Schufa-Eintrag erhalten, im Gegensatz zu allen anderen Krediten, die Möglichkeit, auf diese Art und Weise an Geld zu kommen, sofern sie einen wertvollen Gegenstand (z.B. Gold- oder Brillantschmuck, hochwertige Uhren, Goldbarren oder Goldmünzen) besitzen. 

 

Vertragsdauer Pfandkredit

Grundsätzlich wird eine Vertragsdauer von drei Monaten vereinbart, diese Zeitspanne lässt sich allerdings auch verlängern. Sollte der Schuldner nicht bis zum festgelegten Termin sein erhaltenes Darlehen mit den bis dahin angefallenen Zinsen und Gebühren beglichen oder zur Verlängerung der Vertragslaufzeit die Zinsen und Gebühren bezahlt haben, so wird der verpfändete Gegenstand öffentlich versteigert (dies muss gesetzlich vor Ablauf des zehnten Monats geschehen).

 

Versteigerung Pfandgut

Wurde bei der Versteigerung ein höherer Betrag erreicht als das Darlehen mit Zinsen, mit der monatlichen Kostenvergütung und der anteiligen entstandenen Versteigerungs- und Auktionatorkosten, so erhält der Kunde die Differenz, genannt Überschuss. Ist es dem Pfandleiher oder dem Auktionator nicht gelungen, den Pfandgegenstand zu versteigern, so ist es dem Pfandleiher nun möglich, den Gegenstand zu verkaufen. Es ist nicht möglich, ein Pfand zu verkaufen, ohne dass es mindestens einmal bei einer Auktion aufgerufen wurde. 

 

Pfandschein

Für das hinterlegte Pfand wird ein Pfandschein (schriftliche Bescheinigung über einen abgeschlossenen Pfandleihvertrag) ausgestellt. Der Pfandschein muss vom Pfandleiher oder seinem Bevollmächtigten unterzeichnet sein und bestimmte Angaben sowie die Geschäftsbedingungen enthalten. Er ist dem Verpfänder nach Abschluss des Pfandleihvertrags auszuhändigen.